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Girl on the run

01.05.2018 - 17:51
von Christian Meier
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free works

Prolog

 

Meine Brötchen verdiene ich in erster Linie mit Hochzeitsreportagen. Ich liebe es glückliche Hochzeitspaare an ihrem schönsten Tag im Leben fotografisch zu begleiten. Es macht grossen Spass fröchliche Menschen, herausgeputzt und im schönsten Kleid, fotografieren zu dürfen.

Doch ab und zu brauche ich dazwischen ein Kontrastprogramm zu all dem Schönen, Glücklichen, Überschwänglichen. Es gibt ja auch die andere Seiten im Leben. Das Trostlose, das Hoffnungslose, die Angst, einfach all die Gefühle, die an Hochzeiten so erfolgreich unter den Tisch gekehrt werden. 

Darum erzähle ich zwischen durch Bildergeschichten, wie sie passiert sein könnten, aber zum Glück nicht wirklich passiert sind.

Dies ist so eine fiktive Geschichte. Mitgespielt hat Jeannine, eine äusserst talentierte junge Frau, die grosse Freude hat in eine Rolle zu schlüpfen. Gerade in dieser Story war das nicht gerade ohne. Feucht, nass und kalt war es im alten Stollen. Spinnen und anderes Kreuchgetier hatte es stillgelegten, verlotterten Bienenhäuschen. Mutig und immer ganz in der Rolle hat sie ihre Akrophobie verdrängt und sich in die Rolle des jungen Mädchens auf der Flucht hineingefühlt.

Girl on the run - Geschichte einer Flucht

Schon seit Wochen hält er sie in einem dunklen Kellerloch fest. Es ist feucht und kalt. An den Füssen mit einem Strick an ein eisernes Bettgestell gefesselt, keine Ahnung welche Tageszeit es ist. 

Was will er? Lösegeld? Er spricht kein Wort mit mir. Erst dachte ich, er wolle mich vergewaltigen, als er mir meine Kleider nahm. Doch ausser um meine Fesseln anzubringen, hat er mich nicht mehr angerührt. Um etwas gegen die feuchte Kälte geschützt zu sein, habe ich das alte Nachthemd angezogen, dass da lag. Es richt modrig und ist schmutzig. 

Der Strick an meinen Fussgelenken ist alt und spröde. Ich habe angefangen mit meinen Zähnen diesen durchzunagen, ständig in der Angst, dass er es bemerkt. Ich halte es nicht mehr aus. Ich will endlich hier raus! Ich will nach Hause, will wieder Tageslicht sehen.

Abspann

Ein grosses Kompliment an dich, Jeannine, dass du dich bereit erklärt hast bei dieser Geschichte mitzuspielen. Dein Einsatz und dein Mut waren grossartig. Mit dir würde ich jederzeit wieder so eine Fotogeschichte inszenieren.

Danke!

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Hat dir diese Bildergeschichte gefallen? Hättest du Lust auch einmal bei so einem Projekt mitzuwirken? Dann freue ich mich auf deine Bewerbung. :)

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Alle Bilder und Texte © 2018 Christian Meier